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Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Genossenschaftswesen

Lehre

Wesentlicher Gegenstand der Arbeit des Instituts ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen und prinzipiellen Fragestellungen aus allen Bereichen des Genossenschaftswesens und der Kooperationsforschung. Hierbei werden Spezifika und innovative Formen genossenschaftlicher Kooperation empirisch wie theoretisch aufgegriffen und weiterentwickelt.

Neben den vielfältigen Lehraufgaben und Forschungsprojekten aus den Fachbereichen der Mitglieder unterstützt seit Ende 2007 ein eigens hierfür etabliertes Fachgebiet „Kooperationswissenschaften“ wichtige speziell genossenschaftswissenschaftliche Grundlagenforschung, die Sicherstellung eines speziell kooperationswissenschaftlichen Lehrangebotes an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie die Koordination von Studien- und Beratungsangeboten aus der Praxis und die Antragstellung und Durchführung von internationalen genossenschaftswissenschaftlichen Projekten. Zurzeit (2011) werden am Fachgebiet Kooperationswissenschaften 7 Doktorarbeiten und 3 Masterarbeiten betreut. Ein Forschungskoordinator und 3 Hilfskräfte unterstützen die Kooperations-wissenschaften am Institut. Eine Vielzahl weiterer Projekte mit enger Anlehnung an die Genossenschaftswissenschaft wird von den Mitgliedern des Instituts betreut und durchgeführt.

Bei seinen Aufgaben ist das Institut stets auf einen engen Praxisbezug seiner wissenschaftlichen Arbeit bedacht.


Lehrinhalt der Vorlesung Kooperation und genossenschaftliche Organisationen:


Die Vorlesung richtet sich an Masterstudentinnen und -studenten und baut auf Grundlagen und wichtige Untersuchungsgegenstände der Kooperationswissenschaften auf. Dabei werden verschiedene theoretische Ansätze (Collective Action, Organizational and Development Economics, Public Choice, New Institutional Economics, Social Dilemmas Research, Classroom Experiments, Spieltheorie Game Theory) einbezogen und in Grundzügen problemorientiert erläutert. Im Vordergrund steht die Frag nach Lösungsmöglichkeiten für unkooperatives Verhalten.  Die Diskussion um die Entwicklung von Organisationen der Selbsthilfe wie die der Genossenschaften liefern den empirischen Hintergrund für das Verständnis von wissenschaftlichen Konzepten und Grundideen. Dabei dienen Grundtatbestände des Genossenschaftswesens weltweit und Grundzüge des Genossenschafts- und Gesellschaftsrechts, die Diskussion um Instrumente der Armutsbekämpfung, Managementpraktiken in auf demokratischer Willensbildung basierenden Organisationen sowie ausgewählte Beispiele aus dem Bereich des Genossenschaftswesens als Anschauungsbeispiele.

Methode:
Vorlesung und Seminar, Literaturarbeit, Forschungskolloquium, Hausarbeiten-Symposium, Seminararbeit

Leistungsnachweis:
Analytische Seminararbeit (20 Seiten), Präsentation (15 min)

Die Vorlesung findet jeden Dienstag von 14 Uhr (c.t.) bis 18.00 Uhr im HS 2 in der Invalidenstraße 42 statt.


Lehrinhalte des Doktorandenmoduls des IfG

Theory, Analysis and Empirical Study of Institutions and Organisations (Module 1 und 2):

"Kooperative und nicht kooperative Spieltheorie und Experimente zur Kooperation"


Relevante Lehrveranstaltungen unserer Mitglieder

  • Institutionen- und Politische Ökonomie I: Grundlagen und Anwendung/Institutional Economics and Political Economy I: Basics and Application
  • Markt- und Politikanalyse / Market and Policy Analysis
  • Mikroökonomie und Ökonometrie / Microeconomics and Econometrics
  • Quantitative Methoden im Agribusiness / Quantitative Methods in Agricultural Business 
  • Agrarmanagement 
  • Agrarmarketing II
  • Controlling und Informationssysteme
  • Datenbanksysteme 
  • Empirische Sozialforschung 
  • Explorative Datenanalyse
  • Finanzierungstheorie 
  • Kooperation und Genossenschaften
  • Unternehmensplanspiel II